Er war da.
Das ganze Wochenende.
Es war ein tolles Wochenende – wenn auch sehr irritierend.
Es war toll, wie er mich im Arm gehalten hat. Wie wir uns küssten.
Wie wir schwiegen, redeten und lachten.
Nachdem ich ihn vorhin zum Bahnhof gebracht hatte, bin ich zu M. gefahren.
Sie war die Woche über in Kaiserslautern.
Und sie hat mich analysiert.
Komisch war es, wie sie das geschafft hat.
Dem schlechten Gefühl folgen oder dem Wochenende eine Chance geben?!
Nach dem Gespräch war ich überzeugt, dass ich das Wochenende doch nicht mit dem Mann verbracht hätte, den ich auch heiraten werde.
Und nun?
Gerade haben wir telefoniert. Wieder einmal festgestellt, dass wir total gleich empfinden.
Wo ist das kribbeln?
Und wieso denken wir immer so bescheuert – machen uns alles so schwer?
Wir wissen es beide nicht…
Und ich mache mir nun auch keine weiteren Gedanken. Werde einfach abwarten.
Sylvester haben wir vor zusammen zu verbringen. Mit seinen Freunden. Macht man das, wenn man sich nicht sicher ist, ob man einen halben oder ganzen Fisch an seiner Seite hat? ;-)
Naja. Abwarten!
Sprünge
Sonntag, 25. November 2007
Das 2. Date mit dem männlichen Sweety
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Freitag, 23. November 2007
er + ich = wir?!? Abwarten und drüber freuen, was da ist...!
Ja, ich bin noch wach.
Eigentlich sollte ich längst schlafen.
Aber ich freu mich so wahnsinnig auf morgen, dass ich mich einfach nicht so entspannen und müde werden kann, dass es reicht um ins Land der Träume zu entkommen.
Morgen (Freitag) um 20:40 kommt er in Mainz an.
Und dann haben wir ein ganzes Wochenende nur für uns.
Er und ich und
WIR
Komme in Gedanken nicht weiter als bis zum Bahnhof. Meine Gedanken spielen sich nur ums Wiedersehen, sich in den Arm nehmen können, sich zu küssen, zu riechen zu spüren ab.
Eigentlich wollte ich das ganze Wochenende halbwegs durchplanen. Aber irgendwie…
Macht ja auch nichts.
Spontan sein ist eh immer viel besser und lustiger ;)))
Ich bin so glücklich. Und ich freu mich so unglaublich auf ihn, dass es sich nicht in Worte fassen lässt.
Wer auch immer da über mich wacht und auch sonst alles so geschehen lässt wie alles geschieht… Bitte mach, dass die nächsten 19 Stunden und 35 Minuten schnell verfliegen ;)
Morgen noch arbeiten, putzen, mich hübsch machen, zur Katze und dann ab zum Bahnhof!
GEIL GEIL GEIL!
Danke 2007 – Du bist ein geiles Jahr!
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Donnerstag, 22. November 2007
"Willst du gelten, mach dich selten!" oder "Ich, das kleine freundliche Arschloch"
Seit Sonntag hat mein kleiner Felix endlich Winterreifen drauf. Wurde auch Zeit.
Wird viel zu gefährlich sonst.
Und am Sonntag war es auch genau ein Jahr her, dass ich meinen Unfall hatte.
Unglaublich.
Und meine harte Stelle unterm Knie habe ich auch noch. Sehen tut man aber nichts mehr. Wäre ja noch schöner ;)
Nach meiner schriftlichen Stellungsnahme zu der Anzeige habe ich nie wieder etwas gehört dazu. Weder von der Staatsanwaltschaft noch von der Polizei.
Seltsam.
Aber ich frage lieber nicht nach – bevor ich noch schlafende Hunde wecke.
Autobilder folgen noch, wenn ich zu Hause bin ;)
Also. Wieder zurück zum 18.11.2007!
Um es kurz zu fassen. Ich bin mit Chris im Bett gelandet.
Wen wundert`s auch?!
Mich nicht mehr wirklich – muss ich gestehen. Die Sommerromanze ist vorbei. Definiv. Aber wenn wir uns sehen sind das Ausnahmen, in denen es erlaubt ist einfach nur den weiblichen (menschlichen) Trieben zu folgen. Zumindest noch.
Ich bin ja noch frei.
Zumindest so halb.
Und Chris – ach was interessiert es mich, ob er seine Freundin betrügt?! Wenn ich es nicht bin, ist es eine andere. Und dem ist ja aktuell auch so. Also – keine Gedanken machen – sondern handeln. Schließlich bin ich auch nur eine Frau. Und ich weiß ja, was ich an ihm habe, zumindest im Bett ;)
Gestern hatte ich wieder Englisch. Dementsprechend auch ein vorhersehbares Wiedersehen mit S (nachdem ich eh schon eine Woche lang immer wieder SMS und Anrufe bekam).
Es ist halt wirklich so:
Willst du gelten, mach dich selten!
Ist halt so – und das kann wahrscheinlich zumindest jeder weiblicher Leser bestätigen.
Immer wenn man nicht will, kommen die Männer.
Mein Arbeitskollege (nicht der, der in die Schweiz geht) zeigt mir seit dieser Woche mehr als nur offensiv, dass er gern mehr möchte als „nur“ ein Kollege zu sein.
Und will ich das?
Ne!
Schönen Dank auch. Wieso ich und wieso jetzt?
Ich werde wieder zu einem Arschloch. Zu einem freundlichen Arschloch versteht sich.
Eine Woche - zwei Männer – zwei Abfuhren.
Die eine relativ deutlich (nach wiederholten Versuchen es durch die Blume zu sagen), die andere nach wie vor blumig (allerdings tendierend dahingehend, dass ich spätestens Anfang nächster Woche böse werde, wenn er es immer noch nicht verstanden hat).
Ich will kein Arschloch sein!
Schließlich mag ich es auch nicht, wenn man bei mir Arsch ist (na ja – bis auf Ausnahmen, wo Männer die Befugnis haben „Arsch“ zu sein) ;))
Nur noch einmal schlafen und ich bin wieder voll und ganz glücklich!
Eine Nacht.
Einen Tag arbeiten.
Und dann...
Achja... Ich träum noch ein wenig vor mich hin ;)
Seit Samstag sind die Haare wieder ab. Und Sie werden immer kürzer. Aber noch ist es ok.
Solange überhaupt noch welche da sind ;)
Montag war ich mit meiner Tante zusammen Mittag essen. Sehr angenehm. Sehr lustig. Sehr gut! Manchmal denk ich mir, da ist was schiefgegangen. In mancher Hinsicht passen wir einfach nicht unsere Familie ;)
Nächsten Freitag sind dann alle bei mir versammelt.
Mama und Papa.
Tante und Onkel. Cousine, Cousin, Freund von der Cousine und Cousin meines Cousins.
Andere Tante (mit der ich mich Montag zum Mittag getroffen habe), 2. Cousine und Oma.
Um die Familie zu vervollständigen fehlen nur noch meine Oma und mein Opa aus dem Norden und mein kleines geliebtes Brüderchen, dass man seit kurzem mit nem Führersein und nem Auto auf die Menschheit losgelassen hat.
Um es auf den Punkt zu bringen:
Wir sind mit 12 Leuten auf 40 qm!
Die ganze Wohnung sind 40 qm. Ich will gar nicht wissen wie viel nur das Wohnzimmer hat.
Zumindest wird es kuschelig. Dagegen kann man ja nichts sagen.
Die Lieblingseltern bleiben bis Samstag Nachmittag und kommen am Donnerstag.
2 Tage hab ich meine Eltern nur für mich!
Das unterstreicht noch mal schön meine Weihnachtsstimmung.
Die Welt ist schön.
Mein Leben ist schön!
Und die Weihnachtszeit erst recht!
Euch wünsche ich viele liebe Weihnachtsgefühle.
- Sprünge
PS: Spiele nach wie vor mit Begeisterung Sudoku! Gott, bin ich langweilig ;)))
PS2: Habe heute neue Ohrringe gekauft. Habe doch so nen Ohrringe Tick.
Bilder folgen noch, wenn ich zu Hause bin!
FEIERABEND – ICH KOMME!!!
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Freitag, 16. November 2007
Einem Tag voller Lachen, folgen Tränen... (Omi`s Worte)
Donnerstag, 18 Uhr –
Und es geht mir außerordentlich gut.
Mit einem riesen Lächeln mache ich mich nach einem erfolgreichen Arbeitstag auf den Weg zu meinem Auto, sammel meinen ehemaligen Tanzfreund noch ein und mache mich mit ihm zusammen auf den Weg zu unserer Badmintonrunde.
Wir haben Spaß. Sau viel Spaß. Und so, wie es den ganzen Tag schon war, lache ich viel und mache albere mit meinen drei Männern herum, die ich hier unten gleich zu Beginn kennen gelernt habe.
Wolle ist Mitte 30. Der charmante Kollege, mit dem man auch mal gern was trinken geht.
Wolle zieht in die Schweiz. Im Februar.
Wie gut, dass sie mir das erst nach 1 ½ Stunden mitgeteilt haben, so dass die Konzentration eh langsam nach lies.
Es stört mich nicht, dass er weggehen will. Schließlich war es nur eine Frage der Zeit möchte ich behaupten. Er ist so ein unruhiger Mensch, der hier eigentlich nur auf der Durchreise war. Ein lieber Mensch, der mir den Einstieg hier enorm erleichtert hat.
Und dennoch reißt es mir gerade an diesem Abend den Boden unter den Füßen weg.
So toll mein Hoch auch war so perfekt stecke ich an diesem Abend in meinem Tief.
Wieder geht jemand weg. Und wieder habe ich das Gefühl, dass ich gar nicht so schnell so tolle Menschen kennen lernen kann, wie sie wieder verschwinden.
Den Reise- und Entwicklungszwang kann ich zwar nachvollziehen, schaffe es aber nicht mir selbst gerade klar zu machen, dass es auch vollkommen „ok“ ist, dass ich einfach nur hier sein möchte. Dass es in Ordnung ist, dass ich hier angekommen bin und es der absolute Blödsinn ist zu denken, dass ich gerade still stehe und nicht weiter komme.
Seit 1 ½ Jahren bin ich nun schon fast in Wiesbaden.
Es ist so unglaublich schnell vergangen. Und mom. bin ich beim Überlegen, was ich will.
Will ich hier bleiben?
Oder wo will ich hin?
Wie sehr lasse ich meine Umgebung, meine Mitmenschen, in meine Entscheidung mit einfließen und wie gut oder schlecht ist das?
Ich bin glücklich hier. Punkt.
Es ist nicht immer einfach. Aber das wäre es wo anders auch nicht.
Ich baue mir immer mehr auf.
Die Freundschaften werden inzwischen intensiver. Ich werde gelöster.
Eigentlich ist alles toll.
Eigentlich.
Irgendwas in mir möchte wieder „nach Hause“.
Ich kann gar nicht erklären, was es genau ist.
Die Sehnsucht nach den Freunden, nach der alten Heimat, nach der Ostsee, nach meinen Eltern, Großeltern?! Danach zu sehen wie mein Bruder sich entwickelt hat?! Danach morgens auch mal mit meinen Eltern frühstücken zu können und Stunden lang zu reden?!
Danach Abends mit den alten Freunden einfach was Trinken zu gehen und man immer was zu erzählen und zu lästern hatte?!
Danach, dass man sich immer zu Hause gefühlt hat?!
Aber damals war ich nicht glücklich damit.
Könnte ich es diesmal werden? Oder würde mir etwas fehlen?
Ich denke, dass der Zug in die alte Heimat abgefahren ist. Ich würde den Anschluss nicht mehr finden. Würde nicht mehr glücklich sein können mit meinen Erfahrungen die ich gemacht habe, weil niemand mit mir fühlen könnte, weil niemand verstehen würde warum ich ich bin.
Ich warte schon darauf, dass ich mir in den 1 bis 2 Wochen Lübeck Aufenthalt anhören darf wie ich mich verändert habe.
Ich sehe jetzt schon die Blicke meiner damaligen Freunde bezüglich des dunklen Lippenstiftes. Der blond aufgeföhnten Haare.
Ich weiß jetzt schon, dass es die einen toll finden werden und die anderen mich fragen werden, wie ich darauf komme mich so zu kleiden und mich so zu schminken, wo ich doch früher das ganze eher sehr dezent gehalten habe.
Schade, dass man das so vorhersehen kann. Schade, dass ich mir jetzt schon denke „wieso haben wir uns so lange nicht gesehen? Wieso habt ihr die Entwicklung nicht mitbekommen? Und wieso traut ihr Euch mir solche Dinge zu sagen? Würde ich mich hinstellen und euch fragen, wieso seit Ihr stehen geblieben? Wieso muss ich mich zusammenreißen und kann nicht begeisternd von meinem Job und meinem Leben berichten? Wieso ist es soweit gekommen, dass zwischen uns mehr als 600 km eingezogen sind?“
Nein, ich denke nicht nur vor. Ich denke auch darüber nach, was war.
Ich kenne diese Menschen und Reaktionen.
Ich habe diese Menschen geachtet und geliebt. Tue es heute noch.
Aber ich hasse mich dafür, dass ich eine Entwicklung gemacht habe, die diese Menschen weder verstehen noch nachvollziehen können. Dass ich diejenige bin, die es geschafft hat aus dem alten Leben auszubrechen und dass ich auch diejenige bin, die es nicht geschafft hat, die Balance zwischen Alten und Neuem zu halten.
Ich bin abgeschweift. Aber manchmal muss das sein.
Ich bleibe hier. Basta.
Ich bin glücklich.
Und das Menschen kommen und gehen ist vollkommen normal im Leben.
Nicht nur in meinem ;)
Nur manchmal hat man halt das Gefühl kein anderer macht das mit, was man selbst durchlebt ;)
Wie auch immer...
Heute Abend wartet eine ganz liebe Katze auf mich, auf die ich die nächsten 1 ½ Wochen aufpassen werde. Es ist also jemand da, der mich kuschelt. Wenn das nichts ist, weiß ich auch nicht ;)
Euch allen noch einen schönen Abend und einen schönen Start ins Wochenende!
- Sprünge
PS: meine privaten Einträge mom. beruhen auf positiven Geschehnissen in meinem Leben. Manchmal fehlen einem halt auch die Worte, weil man sein Glück nicht fassen kann ;)
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Donnerstag, 15. November 2007
Die (un-)gewollte Anziehungskraft
Mittwoch, 17:20 Uhr
Der Tag ist irgendwie anstrengend. Und irgendwie hab ich nichts geschafft. Komische Konstellation – aber gut.
Ich stehe also um 17:20 Uhr vor meiner Schule meines Englischunterrichts. Ne Zigarette muss noch sein – ja, ich bin wieder schwach geworden (aber irgendwann werde ich schon noch zum Nichtraucher)...
Da stehe ich also. Mit der Zigarette, bei gefühlten minus 5 Grad in der Kälte.
Bin verdammt stolz auf mein heutiges Outfit: schwarze Strumpfhose. Grauer Rock bis zu den Knien. Schwarzes Oberteil und schwarzer Wollmantel (da drüber noch ein richtiger Mantel, damit ich nicht erfriere). Nicht zu vergessen meine neuen Schuhe in schwarz, weiß, grau kariert. Wie gesagt, ich mag mein Outfit heute... Make-up sitzt auch!
Da kommt auch schon S.
S und ich haben uns erst hier im Kurs kennen gelernt. Und in Kontakt gekommen sind wir auch erst vor einer Woche in einem 5-Minuten-Gespräch, in dem ich ihn ungewollter Weise eingeladen haben mit mir was Trinken zu gehen. Zumindest machte es den Anschein.
Mit dem Ansatz begann auch ziemlich schnell wieder unser Gespräch mit dem Ende, dass wir in den Klassenraum gingen und für später planten etwas Trinken zu gehen...
Manchmal bin ich so verblümt blauäugig, dass es schon weh tut...
Wir gingen also durchgefröstelt in irgendeine Kneipe. Redeten, lachten, lernten uns kennen.
Auf Grund der Kälte und der durchgefrorenen Hände wanderte seine Hand irgendwann auf mein Knie...
Nun gut. Damit kann ich leben. Irgendwie ;)
Der Mann neben mir sieht ja nun nicht unbedingt schlecht auf. Ganz im Gegenteil...
Aber in meiner momentanen Situation, von der er nicht einmal etwas erahnen kann, ist das einfach unangebracht.
Und woher kommt es plötzlich, dass die Männer wieder auf mich aufmerksam werden?
Stimmt es wirklich, dass man in gewissen Lebenssituationen auf andere einfach attraktiver interessanter wirkt als in anderen?!
Wahrscheinlich...
Dabei sehe ich mich mom. ganz normal...
Wie auch immer.
Auf dem Weg zum Auto nimmt S meine Hand. Wehe mich erst mal nicht. Bin aber mit meinen Gedanken auch eindeutig nicht anwesend.
Er will sich Freitag wieder mit mir treffen. Möchte tanzen gehen mit mir...
Bei ihm zu Hause im Wohnzimmer versucht er mich zu küssen.
Ich weiß nicht, was ich davon halten soll.
Es ist zwar schön zu merken, dass der Mann mir gegenüber sich gerade für mich interessiert, begeistern kann ich mich auf Grund meiner Gedanken nicht zu sehr dafür.
Vor ein paar Wochen hätte ich nicht lang gewartet und wäre 100 %ig mit ihm im Bett gelandet.
Vor ein paar Wochen.
Heute ist heute. Und es ist nicht passiert.
An der Tür bevor ich gehe gibt er mir noch seine Nummer (wegen Freitag)...
Inzwischen ist es Donnerstag Nachmittag und ich habe mich immer noch nicht gemeldet. Habe ein schlechtes Gewissen, weiß aber nicht, was ich sagen soll.
„Sorry, dass ich dich, tollen Mann, habe gestern einfach so abblitzen lassen, obwohl du so ein lieber und interessanter Kerl bist“?!
Mal sehen. Mir fällt schon noch was ein. Bin ja in der Regel ab und an mal ganz kreativ veranlagt ;)
Melden muss ich mich auf jeden Fall. Habe schließlich noch ein paar Englischstunden mit ihm vor mir. Und die würde ich gern in angenehmer Atmosphäre verbringen.
Um 18:30 Uhr bin ich noch mit Freunden zum Badminton spielen verabredet. Ich kann nur hoffen, dass ich nicht zu schlecht geworden bin.
Meine Badmintonjahre im Verein sind da doch schon ne Weile her ;)
Euch einen schönen Donnerstag Abend!
- Sprünge
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Dienstag, 13. November 2007
Was ist Logik? Und wann trifft das Unlogische zu?
Ich habe den Mann kennen gelernt, den ich heiraten werde.
Kling blöd, ist aber so.
Klingt sehr blöd, ich weiß. Erst recht, wenn man mein gesamtes Tagebuch kennt…
Seit Wochen telefonieren wir jeden Tag. Und ich meine wirklich jeden Tag. Soweit es geht über Stunden. Und wenn es nicht zu mehr reicht auf jeden Fall vor dem Schlafen gehen.
Kennen gelernt haben wir uns im Internet. Auf einer Seite auf der ich mich vor 6 Jahren in etwa rum getrieben habe. In seinem Profil steht ein Statement „Ein Mann, mal spitz mal stumpf und voller Ideen“. Wenn das nicht eine Aufforderung ist um einen Spruch loszuwerden.
Über das Schreiben kamen wir zum Telefonieren.
Und Telefoniert haben wir wie gesagt lang und viel. Wochen halt.
Gedacht habe ich mir dabei nicht viel – wir haben uns halt gut verstanden.
Freitag auf Samstag Nacht hatte ich ein Kribbeln beim Telefonieren. Ein Kribbeln bei einem Mann, den ich noch nie gesehen habe.
Wie soll das gehen?
Seit Donnerstag haben wir überlegt, ob wir uns am Wochenende treffen. Und irgendwie haben wir immer wieder einen Punkt, eine Ausrede gefunden um es nicht zu tun.
Samstag Abend habe ich mich dann einfach ins Auto gesetzt und bin nach Duisburg gefahren.
Ich wollte dem Mann gegenüberstehen, der das bewirken konnte. Wollte sehen, wie es ist, wenn er mir gegenübersteht.
Würde es ein Kribbeln verursachen?
Reden wir dann genauso viel?
Können wir zusammen lachen?
Vorher war ich noch mit einer Freundin walken und einkaufen. Wie gesagt. Der Entschluss zu meinem Wochenendausflug war spontan!
Im strömenden Regen war ich nun also auf dem Weg in den nördlicheren Teil dieses Landes.
Gott, zog sich die Autofahrt hin. Aber was macht man nicht alles?!
Ich hole ihn zu Hause ab, wir fahren in ein Lokal.
Wir lachen, wir reden und irgendwas ist da, was sagt „das ist der Mann deines Lebens“. Ich kann nicht erklären was genau es ist. Es ist die ganze Art dieses Mannes. Wie er mich ansieht, wie er mich berührt. Wie er mich irgendwann draußen um Regen unter dem Regenschirm küsst.
Wie er danach auf dem Weg zum Auto seinen Arm um mich legt. Wie er mich im Bett liegend in den Arm nimmt…
Spät stehen wir auf. Machen uns fertig um Brötchen zu holen.
Die erste Begegnung mit seinem Vater. Christina im Bad und die Türklinke bewegt sich. Dachte, es wäre Daniel und mache die Tür auf. Falsch gedacht.
Ich bin froh später zu hören, dass er seinem Vater, während ich unter der Dusche stand, erzählte, dass ich da bin. Also alles nur halb peinlich.
Seine Geschwister lerne ich auch noch alle samt kennen.
Ich fühle mich unwohl. Das ist alles ein wenig zu viel für mich. Und das kann auch dieser Mann an dem Nachmittag nicht wirklich mehr verbessern.
Wir beide sind kompliziert und chaotisch. Und wir beide gehören zu den Menschen die diesem schrecklichen Sonntags-Nachmittags-Blues verfallen sind. Das macht das alles auch nicht besser. Wo ist das schöne Gefühl hin?
War es das?
Um 17 Uhr bin ich kurz davor nach Hause zu fahren – und das sage ich ihm auch. Wir beschließen, dass ich noch bleibe. Nehmen uns noch etwas Zeit. Geben uns noch Zeit.
Spielen Karten und danach landen wir wieder lachend auf dem Bett.
Das Gefühl ist wieder da. Alles ist wieder wie am Abend vor diesem Sonntag. Und wieder kann ich nicht fassen, was da gerade passiert.
Wir stehen in seinem Zimmer und fangen an zu tanzen. Umarmen und küssen uns. Und tanzen…
Gegen 21 Uhr beschließe ich wieder nach Hause zu fahren. Montag ist immerhin wieder ein Arbeitstag.
Der Abschied am Auto ist unnormal. Etwas anderes fällt mir dazu einfach nicht ein. Wir küssen und umarmen uns. Immer und immer wieder.
Wie ein frisch verliebtes Paar. Aber das sind wir nicht.
Eigentlich kennen wir uns nicht.
Oder doch?
Im Auto ist Nachdenken angesagt. Viel Nachdenken. Aber worüber ist die Frage. Eigentlich lasse ich die letzten 20 Stunden immer wieder revue passieren. Mehr nicht. Mehr schaffe ich nicht.
Ich bin so überwältigt. Schockiert. Kann es nicht glauben was das alles für Eindrücke sind, die da auf mich geprasselt sind und weiterhin auf mich einprasseln.
Habe auch immer noch keine Ahnung, was ich wirklich denken soll.
Das ist der Mann meines Lebens. Aber bin ich auch die Frau seines Lebens?
Weiß er, was da gerade passiert?
Wir hören uns nach wie vor jeden Tag. Telefonieren, schreiben SMS. Nicht zu viel, nicht zu wenig.
Gestern Abend haben wir über die gemeinsam verbrachte Zeit gesprochen.
Er hat es alles genau so gesehen wie ich. Kann sich aber auch nicht erklären, was da an dem Nachmittag mit uns los war. Wie man alles in allem einschätzen kann. Und wie sehr der Nachmittag in das gesamte Geschehen hineinfliest.
Wir beschließen, dass er in 1 ½ Wochen das Wochenende bei mir verbringen wird. Keine Familie weit und breit. Nur er und ich.
Mal sehen ob der perfekte Start wiederholt werden kann.
Ob es wirklich so ist, dass ich den Mann kennen gelernt habe, den ich auch heiraten werde.
Zum ersten mal, seit dem ich hier schreibe fehlen mir einfach die richtigen Worte um das wiederzugeben, was da war. Wie alles genau passiert ist. Mein Kopf ist auch heute noch am Arbeiten. Am versuchen zu verstehen.
Ich bin gespannt auf das Wochenende mit ihm. Ich bin gespannt wie es weitergehen wird mit ihm.
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Montag, 12. November 2007
Der Mann, den ich mal heirate...
- ich liebe mein Leben!!!
-Köln etc. -> geile Ecke!!!
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Freitag, 9. November 2007
Die Zahnbürste lernt fliegen ... vom Becher in den Müll!
Mein 1. Weihnachtsgefühlbild ;)
Super aussage. Danke für die Mitteilung per SMS von Dienstag auf Mittwoch Nacht. Hätte mich ja glatt gewundert, wenn ihm das schon früher aufgefallen wäre.
Und wieso eigentlich Nachts?
Schlechtes Gewissen? Konnte der Herr nicht schlafen?
Und wieso um Himmels Willen muss ich darunter leiden, nur weil ich den Wecker IMMER auf 5 Uhr morgens stelle und dann spontan entscheide, schwimmen zu gehen, mich ins Fitnessstudio zu bewegen oder mich doch herumdrehe um weiterhin meinem seligen Schlaf folge zu leisten. Wieso bin ich so schlau, schaue auf das Handy, lese diese hoch interessante und viel sagende SMS und bleibe einfach, sauer wie ich in dem Moment bin, wach in meinem Bett liegen?!
Wieso?
Donnerstag Abend habe ich angerufen (in Belgien versteht sich – ich hab`s ja * haha *)
Wie es mir geht fragt er mich.
Wie es mir geht? Gut – hatte ne angenehme Woche. Aber viel interessanter – wie war der Sonntag?
„anders verlaufen als gedacht/erwartet“ – ja so schlau war ich ja schon seit Mittwoch 5 uhr morgens!
Und was bedeutet das nun?
Es kommt ein langes Herumgeschwafel das Schluss endlich darauf hinauszielt mir durch die Blumen mitzuteilen, dass man mit der Ex im Bett gelandet ist (den Kommentar, dass es gut war konnte sich der Herr selbstredend nicht sparen).
Und was regt mich auf an der Geschichte?!
Das er unsere Freundschaft versemmelt hat.
Er kann mir doch nicht allen ernstes weiß machen wollen, dass er mehr von mir wollte und auf unserer Freundschaft dachte eine Beziehung machen zu können, wenn er eigentlich die ganze Zeit der Ex hinterher hing.
Eigentlich ist es nur die Enttäuschung über die verloren gegangene Freundschaft. Nicht mehr und nicht weniger.
Gefühle waren noch nicht genug vorhanden.
Und ich habe auch keine Lust mich Beziehungsmäßig darein zu steigern. Zumal es ja keine gab. Aber um die Freundschaft und die Filmeabende tut es mir leid. Erst recht jetzt im Winter.
An dieser Stelle sei mal das Buch „Höhenrausch“ von Ildikó von Kürthy (bekannt bei den meisten: „Mondscheintarif“) erwähnt. Habe heute angefangen und werde es mit Sicherheit heute Nacht fertig lesen. Einfach nur geil. Und einfach nur passend. Nur, dass ich 14 Jahre jünger bin als die Hauptfigur ;-)
Gestern Abend war ich Mutig!
Habe mir eine sympathische Abfuhr eingeholt und mich danach einfach nur gut gefühlt.
Der Typ war mir halt beim Einkaufen aufgefallen in der Metro.
Und nachdem er zeigen konnte, dass er auch mit einem Mädel über die zerzausten Haare lachen kann, wenn sie gerade 20 min. in einem Massagesessel gelegen hat (ja, mitten in der Metro – und es tat gut!) schien der Herr doch recht nett.
Immer wieder beim Einkaufen über den Weg gerannt und dann sah ich ihn plötzlich beim –einpacken der Einkäufe in mein Auto ein paar Plätze weiter ihn, wie er seine Ware in den viel zu kleinen Kofferraum des Cabrios verstaute.
Keine Ahnung, was mich da in dem Moment geritten hat – aber ich bin hin und habe ihn gefragt, ob wir mal was trinken gehen wollen.
Ein lächeln und ein halbes ja mit einem kleinen Hinweis darauf, dass der Mann verheiratet ist, den ich da gerade so einfach angesprochen habe… Nun gut - war nicht weiter wild.
Ich bin stolz auf die Aktion an sich. Und immerhin hat er gemeint, dass er gern mit mir was trinken würde, dass er aber verheiratet sei.
So einen Mann will ich auch.
75 % der mir bekannten Männer – ich korrigiere 95 % !!! der Männer, die ich kenne hätten an der stelle sicher ja gesagt und nicht nur mit dem Gedanken was trinken zu gehen…
Ohje – was kenne ich denn bloß für Männer???
Alles in allem geht’s mir gut.
Ich fühle mich weihnachtlich, liege auf meiner Couch, habe mein Bäumchen an (Ja, mein Tannenbäumchen! Und ich bin stolz auf das Bäumchen im November – letztes Jahr gabs bei mir kein Weihnachtsgefühl, weil einfach die Zeit nicht da war um es zu bekommen. Und dieses Jahr bin ich glücklich es überhaupt zu haben. Und wenn es schon Anfang November ist), höre eine CD (WeihnachtsCD) versteht sich *lach*, trinke meine heiße Zitrone und werde gleich mein Ach-so-tolles Buch weiter lesen.
In diesem Sinne
Euch allen einen wunderbaren weihnachtlichen Start in dieses hoffentlich Schnee erfüllte Wochenende!
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Montag, 5. November 2007
Der Einzug seiner Zahnbürste in meinen Zahnputzbecher...
Samstag 03.11.2007
Wir fahren zusammen zu Arbeitskollegen (inzwischen mehr Freunde, als Kollegen, da wir berufl. NICHTS miteinander zu tun haben) von mir. Eigentlich wollte ich allein hin.
Kurzfristig beschlossen wir dann aber zusammen zum Kaffee hinzufahren.
Inkl. Kuchen und Überraschungseiern machten wir uns also auf den Weg in den Taunus. Fast eine Stunde haben wir gebraucht bis dahin.
Und ich habe eine Privatfahrstunde in hügeliger Landschaft mit vielen Kurven bekommen. Wie soll ein Kind des Nordens denn das auch richtig können?!
Der Abend war super. Ich hätte nicht gedacht, dass Patryk sich sooo gut einfügen kann, obwohl er die beiden noch nie gesehen hat... Super angenehm.
Und die Gegend ist auch ein Traum.
Das Haus. Wunderbar.
L. (der männliche Part der Freunde) gehört das Haus. Er hat mir angeboten die Wohnung über sich mieten zu können. Zu nem echt guten Preis. Und die Wohnung hat nen großen Balkon und immerhin fast 90 qm. Ist nur leider echt weit ab vom Schuss.
Weit weg von Patryk, weit weg von Mainz, Wiesbaden... Weit weg von den Leuten, die ich inzwischen hier kennengelernt habe.
Patryk fragte auf dem Weg nach Hause ganz ungläubig nach, ob ich mir das wirklich vorstellen kann...
Und – „ja“, ich kann es mir sogar sehr gut vorstellen. Aber irgendwie nicht allein. Das wäre ne super Wohnung, wenn man mit seinem Partner zusammen ziehen will. Ihr versteht?!
Ich bin trotzdem noch am Überlegen...
Patryk blieb die Nacht bei mir. Hat mich gekuschelt. Die ganze Nacht. Und es tat so unglaublich gut.
War nur blöd, dass der Herr der Meinung war, er müsse Nachts aufstehen und das Fenster zu machen (während die Heizung auf voller Stufe an und die Tür zum Wohnzimmer zu ist). Wieso auch nicht.
Ich bin doch gerne morgens um 7:45 wach und stehe auf um in der Wohnung rumzuwuseln damit ich wieder ein wenig Luft bekomme. Aber gut. Das bekommen wir ihm noch beigebracht. Oder ich muss lernen, zu schlafen während das Fenster zu ist?! Mal sehen...
Gestern Abend war er noch mit seiner (Ex-)Freundin verabredet. Wieso, weiß er wohl selbst nicht so genau. Eigentlich waren da nie besonders zärtliche oder liebevolle Worte die gefallen sind, wenn es um sie ging. Aber er wollte wohl noch mal einiges klären.
Zudem durfte ich mir anhören, dass er sich nicht sicher ist, dass da keine Gefühle mehr sind. Und das er sie „eigentlich“ nicht zurück will.
Wie nur stört mich das Wort „eigentlich“ so?!?
Aber gut. Ich habe weiß Gott keine Ansprüche an diesen Mann und ich denke, dass muss er mir nun noch mal richtig zeigen...
Nach dem Frühstück gehen wir noch eine Runde spazieren (während des Spaziergangs erkläre ich schon mal, dass ich nicht mir ihm zusammen ins Fitnessstudio gehen werde sondern später gehe, nachdem ich mich mit Petra getroffen habe).
An sich ein sehr angenehmer Spaziergang. Das Laub. Der Herbst.
Und irgendwie schleicht sich das weihnachtliche Gefühl nach und nach immer mehr ein.
Am Wasser stehend fragt Patryk mich, wie sehr ich ihn denn nun mag (und das nach dem ganzen komischen morgen, wo er seine EX im Kopf hatte).
Super. Wie soll man da reagieren?
Er erklärt, dass er kein Arschloch sein möchte und dass er mir nicht weh tun will...
Ich bereite mich auf eine Abfuhr vor. Was anderes, kann ich mir in diesem Moment nicht vorstellen.
Er fragt mich wie ich darüber denke...
Nun...
Ich erkläre, dass ich ihn sehr mag.
Dass ich die Zeit mit ihm genieße.
Mich wohlfühle, wenn wir uns sehen.
Es mag, wenn es mich die ganze Nacht nicht loslässt.
Dass es aber genauso ok ist, dass wir uns unter der Woche nicht sehen, weil er halt nicht da ist.
Dass ich es mag, wie ungezwungen wir alles machen können und uns gegenseitig Zeit lassen.
Frage dann aber, wieso ich wohl das Gefühl habe, dass ich gerade eine Abfuhr erhalte.
Punkt.
Nun schweigt er.
Wieso stellt der Mann immer wieder Dinge in den Raum ohne diese aufzuklären?!
Schluss endlich erklärt er mir (nach drei mal nachhaken meinerseits und immer wieder andauerndem Schweigen, dass er ein Kribbeln hat.
Dass er die Sache aber langsam angehen möchte und nicht weiß, wie es ausgeht.
Wie sehr es mit uns passt oder auch nicht. Dass er möchte, dass es passt, es aber nicht vorhersagen kann.
Wieso denn nicht gleich so?!
Wieso immer diese Schockmomente?!
Dann sehen wir doch alles gleich... Und die Welt ist in Ordnung...
Komisch habe ich mich gestern aber schon gefühlt nachdem er weg war.
Nach dem ich bei Petra war und gegen 23 Uhr auf dem Weg nach Hause bin sehe ich, dass bei ihm kein Licht an ist (seine Wohnung liegt direkt auf dem Weg zu mir nach Hause...). Ist er noch bei seiner Ex? Ist doch mehr da, als er angedeutet hat?
Soll ich mir Gedanken machen?
Eigentlich bin ich die Letzte, die den Mund in diese Richtung aufmachen darf (siehe Sommerromanze), aber bei ihm geht es um die Gefühle. Bei mir um den Sex.
Heute morgen im Bad:
Zähneputzen... Seine Zahnbürste steht in meinem Zahnputzbecher. Versehen oder Absicht? Ich denke Absicht...
Ist die Zahnbürste bei mir eingezogen?
Ist das wieder in kleiner Schritt?
Ich interpretiere nicht zu viel hinein. Aber ich freue mich darüber. Und alles andere muss ich abwarten.
ABWARTEN!
Ich hasse das Wort!
Aber gut. Damit kann ich mich selbst nicht bedrängen und habe Spass an dem gesamten Drum-Herum-Kennen-Lernen mit ihm...
Wünsche euch allen einen wunderbaren Start in diese Woche!
- Sprünge
PS: Seit Samstag Abend ist mein Weihnachtsgefühl da!!! JUHU!!! (Letztes Jahr hatte ich gar keins. Nicht mal an Heilig Abend)
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Sprünge
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Donnerstag, 1. November 2007
Fremdgehen ohne Beziehung...?
Fühle mich, als hätten wir Sonntag Abend. Nur ohne das deprimierende Sonntagnachmittag-Gefühl.
Der freie Tag heute tat gut – sehr gut sogar.
Habe bis 13 Uhr geschlafen – bis 13 Uhr!!! Ich weiß gar nicht, wann mir das zum letzten mal passiert ist…
Aber von vorn:
Das Seminar die letzten zwei Tage war unglaublich…
Es wurden wahnsinnig wichtige Themen angesprochen – Lösungen gefunden.
Es waren zwei harte Tage. Tage mit viel Arbeit, viel Konzentration und für mich persönlich mit sehr vielen Emotionen.
Mein Chef hat zum ersten mal gesagt, was er wirklich denkt. Wie er uns sieht, was er von uns erwartet und dass er menschlich von unserer Abteilung enttäuscht ist, da wir auf privater Ebene nie etwas mit ihm machen.
Und er hat recht.
Es mussten diesbezüglich aber erst mal ein paar Dinge gesagt und geklärt werden, die einfach im Raum standen.
Wer hätte es gedacht – das Seminar hat dazu geführt, dass ich meinen Chef aus einer vollkommen anderen Perspektive sehe. Fast eine 180 °C Wende.
Nach dem Seminar haben meine Kollegin und ich beschlossen, dass wir noch zu ihr fahren um etwas zu trinken und die Tage revue passieren lassen – zusammen.
Einfach noch mal alles besprechen, runter kommen, nachdenken, Meinungen kompensieren.
Nach 2 Flaschen Wein und einer SMS an meinem Chef bin ich in Richtung Wiesbaden gefahren – direkt ins Fitnessstudio. Damit war ich immerhin um 1 Uhr vollkommen fertig mal im Bett.
Habe noch mit einem Bekannten telefoniert und bin dann dabei eingeschlafen… So kann`s gehen ;-)
Kommen wir nun zum eigentlichen Ding, was die kleine Sprünge wieder angestellt hat.
Chris (Ex-Sommerromanze) kam noch vorbei und wollte die Reifen an meinem Auto wechseln. Als wir feststellten, dass es dunkel sein wird, bevor wir mit den Reifen fertig sein würden, verschoben wir dies noch mal auf das nächste Wochenende. Hoffentlich macht mir das Wetter keinen Strich durch die Rechnung.
Schluss endlich kam er also. Nahm mich in den Arm – wollte mich küssen…
Ich hab mich wirklich ne ganze Zeit zusammen gerissen. Aber irgendwann ging es nicht mehr.
Wir haben es gerade noch ins Schlafzimmer geschafft. So ne scheiße.
Ich mein, ich bin ja noch nicht so wirklich in festen Händen – aber ich habe halt trotzdem ein schlechtes Gewissen.
Nach dem an sich sehr guten, schnellen und harten Fick (sorry, aber anders kann man das nicht umschreiben!) gingen wir beide raus.
Ich ins Fitnessstudio. Er zu nem Freund, mit dem er noch verabredet war.
Chris hat es doch wirklich geschafft in einem Monat, in dem er mit der Engländerin zusammen ist, inklusive meiner, zwei mal fremdzugehen…
Aber ich bin ja nun die Letzte, die sich da anstellen darf…
Nach dem ich also artig eine Stunde auf dem Crosstrainer war und nach Hause kam telefonierte ich noch mit Patryk. Heute sehen wir uns nicht mehr. Er meint, dass er heute schlechte Laune hat. Dass er die nicht auf mich übertragen möchte aber, mich prinzipiell natürlich gern gesehen hätte.
Er meinte, dass er sich nicht mehr traut mich nachts in den Arm zu nehmen, da er Angst hat noch mal so angefahren zu werden wie beim ersten mal. Ich kann mich nicht mal mehr daran erinnern, wann das war. Aber es waren ja auch ganz andere Voraussetzungen. So ohne Gefühl.
Sonntag Abend werden wir uns sehen.
Zusammen was trinken gehen…
Das Gespräch hat mir gezeigt, wie oft wir schon aneinander vorbei geredet haben… Welche Missverständnisse es gab, die uns dazu gebracht haben, vorher nie an mehr zu denken.
Er hat mich ein wenig vermisst und an mich gedacht.
Wir trauen uns beide noch nicht so richtig.
Und es braucht mit Sicherheit noch Zeit. Das WIR.
Aber die haben wir ja.
Euch allen eine Gute Nacht.
- Sprünge
PS: ich weiß, dass es Scheiße war mit Chris wieder im Bett zu landen!
Eingestellt von
Sprünge
um
22:55:00
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