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Montag, 5. November 2007

Der Einzug seiner Zahnbürste in meinen Zahnputzbecher...

Samstag 03.11.2007

Wir fahren zusammen zu Arbeitskollegen (inzwischen mehr Freunde, als Kollegen, da wir berufl. NICHTS miteinander zu tun haben) von mir. Eigentlich wollte ich allein hin.
Kurzfristig beschlossen wir dann aber zusammen zum Kaffee hinzufahren.

Inkl. Kuchen und Überraschungseiern machten wir uns also auf den Weg in den Taunus. Fast eine Stunde haben wir gebraucht bis dahin.
Und ich habe eine Privatfahrstunde in hügeliger Landschaft mit vielen Kurven bekommen. Wie soll ein Kind des Nordens denn das auch richtig können?!

Der Abend war super. Ich hätte nicht gedacht, dass Patryk sich sooo gut einfügen kann, obwohl er die beiden noch nie gesehen hat... Super angenehm.
Und die Gegend ist auch ein Traum.
Das Haus. Wunderbar.
L. (der männliche Part der Freunde) gehört das Haus. Er hat mir angeboten die Wohnung über sich mieten zu können. Zu nem echt guten Preis. Und die Wohnung hat nen großen Balkon und immerhin fast 90 qm. Ist nur leider echt weit ab vom Schuss.
Weit weg von Patryk, weit weg von Mainz, Wiesbaden... Weit weg von den Leuten, die ich inzwischen hier kennengelernt habe.

Patryk fragte auf dem Weg nach Hause ganz ungläubig nach, ob ich mir das wirklich vorstellen kann...

Und – „ja“, ich kann es mir sogar sehr gut vorstellen. Aber irgendwie nicht allein. Das wäre ne super Wohnung, wenn man mit seinem Partner zusammen ziehen will. Ihr versteht?!
Ich bin trotzdem noch am Überlegen...

Patryk blieb die Nacht bei mir. Hat mich gekuschelt. Die ganze Nacht. Und es tat so unglaublich gut.
War nur blöd, dass der Herr der Meinung war, er müsse Nachts aufstehen und das Fenster zu machen (während die Heizung auf voller Stufe an und die Tür zum Wohnzimmer zu ist). Wieso auch nicht.
Ich bin doch gerne morgens um 7:45 wach und stehe auf um in der Wohnung rumzuwuseln damit ich wieder ein wenig Luft bekomme. Aber gut. Das bekommen wir ihm noch beigebracht. Oder ich muss lernen, zu schlafen während das Fenster zu ist?! Mal sehen...

Gestern Abend war er noch mit seiner (Ex-)Freundin verabredet. Wieso, weiß er wohl selbst nicht so genau. Eigentlich waren da nie besonders zärtliche oder liebevolle Worte die gefallen sind, wenn es um sie ging. Aber er wollte wohl noch mal einiges klären.
Zudem durfte ich mir anhören, dass er sich nicht sicher ist, dass da keine Gefühle mehr sind. Und das er sie „eigentlich“ nicht zurück will.
Wie nur stört mich das Wort „eigentlich“ so?!?

Aber gut. Ich habe weiß Gott keine Ansprüche an diesen Mann und ich denke, dass muss er mir nun noch mal richtig zeigen...

Nach dem Frühstück gehen wir noch eine Runde spazieren (während des Spaziergangs erkläre ich schon mal, dass ich nicht mir ihm zusammen ins Fitnessstudio gehen werde sondern später gehe, nachdem ich mich mit Petra getroffen habe).
An sich ein sehr angenehmer Spaziergang. Das Laub. Der Herbst.
Und irgendwie schleicht sich das weihnachtliche Gefühl nach und nach immer mehr ein.

Am Wasser stehend fragt Patryk mich, wie sehr ich ihn denn nun mag (und das nach dem ganzen komischen morgen, wo er seine EX im Kopf hatte).
Super. Wie soll man da reagieren?
Er erklärt, dass er kein Arschloch sein möchte und dass er mir nicht weh tun will...

Ich bereite mich auf eine Abfuhr vor. Was anderes, kann ich mir in diesem Moment nicht vorstellen.

Er fragt mich wie ich darüber denke...

Nun...
Ich erkläre, dass ich ihn sehr mag.
Dass ich die Zeit mit ihm genieße.
Mich wohlfühle, wenn wir uns sehen.
Es mag, wenn es mich die ganze Nacht nicht loslässt.
Dass es aber genauso ok ist, dass wir uns unter der Woche nicht sehen, weil er halt nicht da ist.
Dass ich es mag, wie ungezwungen wir alles machen können und uns gegenseitig Zeit lassen.

Frage dann aber, wieso ich wohl das Gefühl habe, dass ich gerade eine Abfuhr erhalte.

Punkt.

Nun schweigt er.

Wieso stellt der Mann immer wieder Dinge in den Raum ohne diese aufzuklären?!

Schluss endlich erklärt er mir (nach drei mal nachhaken meinerseits und immer wieder andauerndem Schweigen, dass er ein Kribbeln hat.
Dass er die Sache aber langsam angehen möchte und nicht weiß, wie es ausgeht.
Wie sehr es mit uns passt oder auch nicht. Dass er möchte, dass es passt, es aber nicht vorhersagen kann.

Wieso denn nicht gleich so?!
Wieso immer diese Schockmomente?!

Dann sehen wir doch alles gleich... Und die Welt ist in Ordnung...

Komisch habe ich mich gestern aber schon gefühlt nachdem er weg war.

Nach dem ich bei Petra war und gegen 23 Uhr auf dem Weg nach Hause bin sehe ich, dass bei ihm kein Licht an ist (seine Wohnung liegt direkt auf dem Weg zu mir nach Hause...). Ist er noch bei seiner Ex? Ist doch mehr da, als er angedeutet hat?
Soll ich mir Gedanken machen?

Eigentlich bin ich die Letzte, die den Mund in diese Richtung aufmachen darf (siehe Sommerromanze), aber bei ihm geht es um die Gefühle. Bei mir um den Sex.

Heute morgen im Bad:

Zähneputzen... Seine Zahnbürste steht in meinem Zahnputzbecher. Versehen oder Absicht? Ich denke Absicht...

Ist die Zahnbürste bei mir eingezogen?
Ist das wieder in kleiner Schritt?

Ich interpretiere nicht zu viel hinein. Aber ich freue mich darüber. Und alles andere muss ich abwarten.

ABWARTEN!

Ich hasse das Wort!

Aber gut. Damit kann ich mich selbst nicht bedrängen und habe Spass an dem gesamten Drum-Herum-Kennen-Lernen mit ihm...

Wünsche euch allen einen wunderbaren Start in diese Woche!

- Sprünge

PS: Seit Samstag Abend ist mein Weihnachtsgefühl da!!! JUHU!!! (Letztes Jahr hatte ich gar keins. Nicht mal an Heilig Abend)